Unsere Geschichte
1990–2000
Kampfmannschaft etabliert sich in der 1. Klasse West
Die frühen 90er Jahre waren geprägt durch mehrere Trainerwechsel (Kurt Lung, Karl Vinciguerra, nochmals Meinrad Gebauer). Erst mit Trainer Werner Krabichler (1995-2000) trat wieder eine gewisse Kontinuität ein. In diesem Jahrzehnt etablierte sich die Mannschaft in der 1. Klasse West, spielte manchmal um den Aufstieg, manchmal auch um den Abstieg mit. Ein Highlight der Ara Krabichler war sicher der sensationelle 1:0 Heimtriumph gegen den zum damaligen Zeitpunkt noch ungeschlagenen Tabellenführer FC Seefeld in der Saison 1998/99. Die Mannschaft wurde für diesen Erfolg von der Kronenzeitung auch erstmals zum „Team der Runde" gewählt und durfte sich über neue Dressen freuen.
Erwähnenswert ist auch der Einbau von jungen Spielern – so hatte der Kader im Spieljahr 1998/99 ein Durchschnittsalter von nur 19 Jahren – was sich in den Folgejahren noch positiv auswirken sollte. Hoch anzurechnen sind Krabichler auch seine letzten 1 ½ Jahre als Trainer einer zu jungen und unerfahrenen Kampfmannschaft. Trotz sportlicher Tristesse (14 Punkte aus 33 Spielen von Frühjahr 1999 bis Sommer 2000), einem desolaten Spielfeld und etlichen Trainings mit fünf oder weniger Teilnehmern, hielt er Mannschaft und Verein die Stange. Belohnt wurde er durch die wohl ausgiebigsten Niederlagen-Feiern in der Geschichte des Tarrenzer Fußballs. Krabichlers Kabinenansprachen vor dem Match waren wohl für die Karrieren etlicher Tarrenzer Spieler prägend:
"Buabe ... tiats uafåch Fuaßbåll spiele!"
Gezielte Nachwuchsarbeit
Nachdem in den 79er- und 80er Jahren der Schwerpunkt der Vereinstätigkeit hauptsächlich auf der Kampfmannschaft lag und der Nachwuchsbereich eher stiefmütterlich behandelt wurde, folgte unter Obmann Ewald Baumann und Sektionsleiter Helmar Lanbach eine Trendumkehr. Unter den Trainern Richard Egger (unterstützt von seinem Bruder Ewald) und Kurt Lung wurden in den Jahren 1991 bis 1999 insgesamt 10 Meistertitel bzw. Gruppensiege gefeiert. Höhepunkte waren zweifellos der Tiroler Vizemeistertitel der U12 (1993) und der bundesweite Titelgewinn bei den Unionmeisterschaften 1995 in Graz, jeweils unter Trainer Richard Egger. Mit Walter Kiechl wurde 1997 wieder ein Trainer gefunden, der die erfolgreiche Nachwuchsarbeit in den 2000er Jahren fortsetzte.
Erstmals eine Damenmannschaft
In der Saison 1999/00 stieg erstmals eine Damenmannschaft der TSU Tarrenz nach längerer Vorbereitungszeit unter den Trainern Karl Köll und Werner Krabichler in den Meisterschaftsbetrieb ein. Die Damen hatten jedoch den Aufwand unterschätzt, somit musste das Kapitel Damenfußball 2000 fürs Erste wieder beendet werden.
Sportplatzmisere
Seit dem niederschlagsreichen Herbst 1998 und der „Sintflut" zu Pfingsten 1999 glichen die Spiele und Trainingseinheiten der Tarreter Fußballer immer mehr „Katastropheneinsätzen einer Feuerwehr" als sportlichen Ereignissen und innerhalb kürzester Zeit war aus dem Lenzenanger der „schlechteste Fußballplatz Tirols" Gastmannschaften) geworden. Die Ausrüstung der Spieler und Trainer bestand größtenteils nicht mehr aus Fußballschuhen und Bällen, sondern aus Gummistiefeln und Kübeln. Bezeichnend für das geplante Pfingstturnier 1999 war ein Schlauchboot, welches auf dem „Sportplatz" unterwegs war.