Unsere Geschichte
2001–2003
Wie der Phönix aus der Asche: Der Aufstieg des FC Tarrenz
Die Gründung eines eigenständigen Vereins war gleichzeitig die Initialzündung für den sportlichen Aufstieg des Tarreter Fußballs, das neu entfachte Feuer übertrug sich auch auf die Kampfmannschaft. Mit einem ausgewogenen Kader aus routinierten Spielern und hungrigen Jungen wurde von Trainer Richard Egger vor der Saison 2001/2002 ein Platz unter den ersten Fünf als Saisonziel ausgegeben.
Während der Verein dank des neuen Vorstandes mittlerweile wieder auf einem soliden Fundament fußte, waren die ersten sportlichen Erfolge im wahrsten Sinn des Wortes auf Sand gebaut: Nach der Rückkehr auf den Lenzenanger wurde bis zur Fertigstellung des Rasenplatzes auf dem neuen Hartplatz gespielt. Obwohl der Untergrund aus rotem Sand bei den Spielern Anfangs für wenig Begeisterung sorgte, entwickelte sich nach einiger Zeit eine gewisse Hassliebe zur neuen Spielstätte – spätestens nachdem man die Gegner Reihenweise mit 3, 4 und mehr Toren Differenz nach Hause schoss. Nach einer Herbstsaison mit Höhen und Tiefen und dem daraus resultierenden 7. Tabellenplatz konnte durch eine grandiose Rückrunde noch der 3. Platz und damit der sofortige Wiederaufstieg in die 1. Klasse West erreicht werden. Schlusspunkt eines torreichen Frühjahrs war der 13:0 Heimsieg im letzten Heimspiel gegen Pfunds.
Und der Erfolgslauf unter Coach Richard Egger blieb auch in der folgenden Saison ungebrochen. Der Trainier hatte es nicht nur geschafft die Mannschaft – nicht zuletzt auch durch geglückte Spielertransfers (u.A. Goalie Harald Thurner, Routinier Stefan Mark, Rückkehrer Denis Dogan) – spielerisch zu verbessern, sondern auch die Professionalität merklich zu steigern. Zu diesem Zweck wurde auch nicht vor frühmorgendlichen Kontrollgängen zu einschlägigen Tarreter Nachtlokalen zurückgeschreckt... All das schlug sich jedenfalls in den gezeigten Leistungen nieder und die Tarrenzer Fußballfans konnten sich über einen packenden Zweikampf um die Meisterschaft und etliche überzeugende Siege ihres Teams freuen.
Schlussendlich konnte das Team wurde man mit nur einem Punkt Rückstand hinter der SPG Pitztal Vizemeister und schaffte den historischen ersten Aufstieg in die Gebietsliga. Der Durchmarsch war perfekt! Die Basis für den Aufstieg war wie schon im Jahr zuvor die Offensivabteilung des FC Tarrenz: Insgesamt 63 Tore wurden erzielt, mit Stefan Engensteiner (24 Treffer) stellte man den Torschützenkönig der 1. Klasse West.
Was aus der Kampfmannschaft-Saison 2002/03 ebenfalls in Erinnerung blieb, war das sensationelle Abschneiden im Tirol-Cup, bei dem man bis ins Achtelfinale vorstoßen konnte. Nachdem man bereits den damaligen Landesliga-Tabellenführer Längenfeld ausgeschaltet hatte, konnten Fans und Mannschaft in der 3. Hauptrunde einen überragenden 3:0 Heimsieg gegen den Tirol-Ligisten Landeck bejubeln. Im Achtelfinale war das Märchen dann zu Ende: gegen die zu jener Zeit viertbeste Mannschaft in Tirol, die SVG Reichenau, musste man mit 1:7 die Segel streichen.
Gründung 1B-Mannschaft
Im Schatten des Höhenflugs der Ersten nahm in der Saison 2002/03 unter Trainer Werner Krabichler auch erstmals eine 1B Mannschaft am Meisterschaftsbetrieb teil, was sich für den Verein in den kommenden Jahren noch als sehr wertvoll herausstellen sollte. Krabichler schaffte es einige routinierte Ex-Kampfmannschaftsspieler (u.a. Goalie Jens
Kiechl und Dietmar Ludescher) zu reaktivieren, schlussendlich wurde in der ersten Saison der 4. Platz erreicht.