Unsere Geschichte
2010–2014
Gebietsliga, auf ein Neues!
Die erste Spielzeit nach dem Wiederaufstieg in die GLW begann mit einer brutalen Klatsche: Im Heimspiel gegen Thaur setzte es eine desaströse 2:10 Pleite. Dass 10 Minuten vor Spielschluss auch noch der automatische Beregner einsetzte, passte ins Bild. Trainer Rudi Allinger, der damals noch im Urlaub weilte und den Richard Egger auf der Bank vertrat, reagierte auf die Nachricht laut Überlieferung folgendermaßen: „Na geh." Trotz des suboptimalen Starts beendete man die Saison auf dem guten 5. Platz. Nachdem man anschließend in der Saison 2010/11 mit dem 3. Platz in der Gebietsliga West bereits das bis dahin beste Endergebnis der Vereinsgeschichte erreicht hatte, gelang in der darauf folgenden Spielzeit dann der ganz große Coup:
Aufstieg in die Landesliga West
2012 holte man mit 50 Punkten aus 26 Spielen hinter Meister Schönwies/Mils den 2. Tabellenplatz und schrieb mit dem erstmaligen Aufstieg in die Landesliga West erneut Geschichte. Dabei lag der FCT vier Runden vor Schluss nur auf Rang 5, mit einem super Saisonfinish konnte man die Konkurrenz aus Oberhofen (punktegleich auf Rang 3), Veldidena (47 Punkte) und Pitztal (45 Punkte) aber noch hinter sich lassen. Erfolgsgaranten für den Aufstieg war neben Trainer Rudl Allinger die mannschaftliche Geschlossenheit, so konnten sich 1 Spieler in die Torschützenliste eintragen. Toptorschütze war Martin Bubik mit 17 Treffern. Der vermeintliche Tarrenzer Autokorso, der nach dem entscheidenden Spiel in Rietz lautstark hupend durch Arzl gefahren sein soll, hatte auf dem Weg zur Feier im Gurgitalerhof vermutlich nur vor lauter Euphorie versehentlich beim Pitztal-Kreisverkehr die falsche Ausfahrt erwischt...
Was 12 Jahre vorher wohl nicht einmal die kühnsten Optimisten (ausgenommen vielleicht Ewald Baumann) für möglich gehalten hätten, war 2012 Wirklichkeit: Der FC Tarrenz spielte auf einer der schönsten Sportanlagen weit und breit, regelmäßig vor rund 300 Zuschauern in Tirols zweithöchster Spielklasse.
Zwei Jahre Landesliga West
Das Abenteuer Landesliga wurde am Lenzenanger standesgemäß mit einem 3:2 Sieg gegen Inzing begonnen. Dabei erzielte Mathias Schöpf bereits nach vier Minuten das erste Landesligator des FCT! In weiterer Folge zeigte sich allerdings, dass der Klassenerhalt das einzig realistische Ziel sein konnte. In der ersten Saison (2012/13) hielt man sich noch wacker, trotzdem konnte der Ligaverbleib erst am letzten Spieltag, in einem an Dramatik kaum zu überbietenden Spiel, fixiert werden: Etwa 100 Schlachtenbummler begleiteten die Mannschaft damals nach Oberperfuss. Sie erlebten nach einem 0:2 Rückstand noch einen unvergesslichen 4:3 Sieg, bei dem Christoph „Kumi" Immler in der letzten Aktion des Spiels einen Freistoß zum Siegtreffer in die Maschen setzte und für einen Platzsturm der Tarreter Fans sorgte.
Ein Jahr später konnten die diversen Abgänge von Leistungsträgern vom ohnehin sehr kleinen Kader nicht mehr kompensiert werden und es ging wieder eine Liga nach unten. Schaffte man in der ersten LLW-Saison noch 28 Punkte, waren es nun nur mehr 18. Zwar konnte der FCT den Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag offen halten, ein 1:6 in Zams besiegelte aber den Gang zurück in die Gebietsliga West.
Generationswechsel im Vorstand des FC Tarrenz
Seit der Abspaltung der Fußballer von der Sportunion und der damit verbundenen Gründung des FC Tarrenz im Jahr 2000 stand Ewald Baumann an der Spitze des Vereins. Bei der Jahreshauptversammlung am 23.02.2013 legte er sein Amt nach 13 Jahren nieder. Neben Ewald Baumann gaben mit Richard Egger, Christl Klement und Karl Köll noch drei weitere Funktionäre ihre Tätigkeiten ab, welche ebenfalls seit Gründung des FCT maßgeblich an der Entwicklung des Vereins beteiligt waren. Als neuer Obmann wurde Bernhard Prantl gewählt, ihm zur Seite stand Matthias Krißmer als Obmann-Stellvertreter.